Predigt vom 05.04.2020 über Mt 5,21-26 von Ewald Janzen

Die Corona-Krise dauert an und so auch die Auslegung des Matthäus-Evangeliums. Nun sind wir bereits mittendrin in der Vorstellung des Gesetzes Jesu Christi im Rahmen der berühmten Bergpredigt. Dort spricht Christus so: „21 Ihr habt gehört, dass zu den Alten gesagt ist: Du sollst nicht töten; wer aber töten wird, der wird dem Gericht verfallen sein. 22 Ich aber sage euch, dass jeder, der seinem Bruder zürnt, dem Gericht verfallen sein wird; wer aber zu seinem Bruder sagt: Raka!, dem Hohen Rat verfallen sein wird; wer aber sagt: Du Narr!, der Hölle des Feuers verfallen sein wird. 23 Wenn du nun deine Gabe darbringst zu dem Altar und dich dort erinnerst, dass dein Bruder etwas gegen dich hat, 24 so lass deine Gabe dort vor dem Altar und geh vorher hin, versöhne dich mit deinem Bruder, und dann komm und bring deine Gabe dar! 25 Komm deinem Gegner schnell entgegen, während du mit ihm auf dem Weg bist! Damit nicht etwa der Gegner dich dem Richter überliefert und der Richter dem Diener und du ins Gefängnis geworfen wirst. 26 Wahrlich, ich sage dir: Du wirst nicht von dort herauskommen, bis du auch die letzte Münze bezahlt hast.“ Was Christus hier lehrt, ist extrem schockierend und beunruhigend. Dass Mörder bestraft werden müssen, sogar mit dem Tod, das mag uns einleuchten. Aber dass in Gottes Augen schon der fleischliche Zorn, der oft ganz am Anfang eines Mordes steht, die gleiche Strafe verdient, das ist für viele eine Nachricht, wie eine Kanonenkugel. Was soll uns dieser Text nun lehren, mit welcher Absicht hat Gott ihn uns gegeben? Auf welche Weise verstehen und wenden wir als Christen diese Stelle auf uns an? Wir wünschen beim Hören der Predigt reichen Segen und ein wachsendes Verständnis des wunderbaren Evangeliums, das wir bekommen haben!